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Was bestimmt diesen Monat?

Was bestimmt diesen Monat?
Was bestimmt diesen Monat?
© Rudi Grabowski

Liebe Gemeinde,

und wieder ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen! Bereits im November laufen schon die ersten Jahresrückblicke: Im TV, im Radio, in den Printmedien, ja sogar in den sozialen Medien kann man mittlerweile sein abgelaufenes Jahr mit der Community teilen. Was ist passiert im vergangenen Jahr, wer hat etwas Besonderes geleistet, was hat uns in Staunen, was in Bestürzung versetzt, wer ist im vergangenen Jahr von uns gegangen? Da passte es ganz gut, dass auch wir pünktlich zum Jahresende wieder unser Gemeindemagazin „unterwegs“ in den Händen halten konnten. Ein ganz „persönlicher“ Jahresrückblick unserer Pfarrei. Der Jahreswechsel lädt dazu ein, zurück zu schauen auf das was war, aber gleichzeitig auch einen Ausblick auf das zu werfen, was vor uns liegt. Das ist grundsätzlich nicht verwerflich, im Gegenteil, so dient es doch dazu, vielleicht längst Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen und die Freude auf das Kommende zu steigern.

Aber bei diesen ganzen Rück- und Ausblicken dürfen wir das Hier und Jetzt nicht aus den Augen verlieren. Denn viel zu schnell hängen wir dem längst Vergangenen nach und trauern ihm hinterher, frei nach dem Motto „früher war alles besser“. Oder man gibt sich beim Blick in die Zukunft den schönsten Träumereien hin. Die Tatsache, dass das neue Kirchenjahr bereits mit dem 1.Advent beginnt und unser Kalenderjahr erst mit dem 31. Dezember endet, zeigt deutlich, dass es nicht so einfach ist, Vergangenes und Kommendes voneinander zu trennen. Das eine geht fließend in das andere über. Was heute noch aktuell ist, ist morgen schon wieder Vergangenheit. Da ist es wichtig Ruhe zu bewahren, den Blick zu schärfen für die Bedürfnisse, die wir jetzt haben. Viel zu groß und wichtig sind die Dinge die in der Welt und bei uns hier zu Hause passieren, als dass wir nur der Vergangenheit nachtrauern oder uns in Zukunftsträumereien verlieren. Für uns gilt es im Hier und Jetzt Kirche und Gesellschaft zu gestalten. Natürlich dürfen das Vergangene und das Kommende dazu in den Blick genommen werden. Aus dem Vergangenen die Lehren ziehen und für das Kommende die Konsequenzen bedenken. Aber die Erkenntnisse aus beiden Blickrichtungen müssen im Hier und Jetzt ihre Umsetzung finden.

Im Vorwort der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ heißt es: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, …, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“  Und das gilt gewiss auch für die Generationen, die noch nach uns kommen.

Also packen wir es an, mit dem Wissen von Früher, im Hier und Jetzt, unsere Kirche und unsere Gesellschaft von Morgen zu gestalten – In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, stellvertretend für das Pastoral- und Verwaltungsteam ein frohes, glückliches und gesegnetes Jahr 2019.

Florian Ahr
Gemeindereferent