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Moldawien, Land ohne Eltern...
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Bernd Kind in Aktion
Bernd Kind in Aktion

Die Situation von vielen moldawischen Kindern

Von vier Millionen Moldauern leben eine Million inzwischen in Russland, Italien, Frankreich, Spanien oder Griechenland. In ihrer Heimat finden die Leute einfach keine Arbeit, mit der sie genug verdienen könnten, um ihren Kindern eine Zukunft bieten zu können. Die Wirtschaft des Landes hat sich nach dem Zerfall der Sowjetunion nie wieder erholt. Der Durchschnittslohn liegt bei 150 Euro. Die Zahl der Kinder, deren Vater, Mutter oder Eltern im Ausland leben, soll laut Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen bei rund 250.000 liegen. Die meisten Moldauer gehen illegal ins Ausland. Sie können sich nicht wie Rumänen oder Polen frei innerhalb der EU bewegen. Für ihre Ausreise bezahlen sie rund 4000 Euro an Schlepper, manche haben gefälschte Papiere, andere laufen zu Fuß über die Grenzen oder verstecken sich in Gepäckfächern von Bussen. Ihre Kinder mitzunehmen, können sie sich nicht leisten. Die meisten Migranten leben ein paar Jahre illegal im Ausland. Das bedeutet, dass sie ihre Kinder nicht wiedersehen, nicht zu Besuch kommen können. Weil die Gefahr besteht, dass sie festgenommen werden, können sie die Grenze nicht überqueren. 

Viele Hilfstransporte wurden inzwischen von unserer Gemeinde für diese zurückgelassenen Kinder organisiert. Über 70 Transporte hat unser Bernd Kind aus Gehlert inzwischen als Organisator, Fahrer und Überbringer in den Osten Europas geleitet. Ein rührender Dankbrief aus Moldawien erreichte uns jetzt wieder (s. Anlage).