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Immer in Bewegung,...

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© Günter Hummes
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Mariengrotte der Rothbachfreunde

Nein, gemütliche Bummler, welche das Hachenburger Waldgebiet am Rothbach regelmäßig unsicher machen, sind sie nicht mehr. Das war vielleicht einmal vor vielen Jahren so. Früher waren sie topfit, hatten Muße. Heute müssen sie, um topfit zu bleiben, sich bewegen. Allemol. Also: Wenn sie, die Rothbachfreunde aus Altstadt, jeden Mittwoch sich zum gemeinsamen Streifzug aufmachen, dann zeigen sie Zusammenhalt und Schwarmverhalten, bewegen sich straff und stramm in flottem Schritt. Die Routen in ihrem Forstrevier wechseln, manchmal gehen sie auch durch Hachenburg, Altstadt, Gehlert oder Merkelbach, aber die Mariengrotte am Rothbach wird immer wieder mal besucht, sauber gemacht und in Ordnung gehalten.

Wer es dem Rothbach-Trupp nachmachen und selbst zur Grotte pilgern will, der sollte von der Bleichstraße aus in den Theodor-Fliedner-Weg einbiegen und dann den sich daran anschließenden Feld- und Waldweg entlangwandern, um nach ca. einem Kilometer zur Gotte zu gelangen, die rechter Hand direkt am Rothbach liegt.

Schon im Juni und Juli 1997 wurde die Grotte von den Rothbachfreunden erbaut und im Jahr 2006 renoviert. Von Anfang an verstand man die gemeinsame Arbeit vom ökumenischen Ansatz her, denn die Gruppe setzte sich aus verschiedenen Konfessionsangehörigen zusammen. Pater Guido Dupont und Pfarrer Fries segneten die Grotte festlich ein, musikalisch von den Altstädter Dorfmusikanten begleitet. Liedgesänge, Ansprachen und ein eigens angefertigter Gedichtvortrag ergänzten die Feier. Viele Bewohner aus den umliegenden Orten hatten sich zu dieser Andacht am Rothbach eingefunden. Alle zwei Jahre wird seitdem ein ähnlicher Gottesdienst dort abgehalten, oft müssen dann 30 bis 35 Bänke für die vielen Besucher aufgestellt werden. Manchmal werden auch Andachten gefeiert, die außerhalb des zweijährigen Zyklus liegen.

Die Grotte selbst ist aus Holz gebaut, mit einer Bank versehen, voll überdacht  und enthält im Andachtsraum eine Marienstatue, die vom Kloster Marienstatt gestiftet wurde. Die Rothbachfreunde errichteten auf der Uferböschung einen befestigten Pfad, um den Zugang zu erleichtern. Zur Überquerung des Rothbaches wurde von ihnen schon im Jahre 1995 ein Steg gezimmert. Die Stadt Hachenburg hatte das Grundstück für den Bau der Mariengrotte kostenlos zur Verfügung gestellt.

Günter Hummes

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